Lipstick Leaders

A WOMEN LEADER PORTRAIT SERIES

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BY DANIEL EISENHUT

 

Vision

An grossen Wänden hängen sehr ordentlich etwa 100 Portraits.

Anstelle der schweren, düsteren Bilder Adliger und erhabener Fabrikanten, welche noch heute in Palästen und klassischen Sitzungsräumen hängen, sieht man die Portraits von hundert Frauen die gegenwärtig eine gewichtige gesellschaftliche oder ökonomische Führungsrolle innehaben.

A big wall, like in the old palaces and classical board rooms; side by side, floor to ceiling, a 100 portraits are hung in orderly fashion. 

Instead of nobility, clergy or old factory owners, in this vision, the wall is filled with portraits of leaders from various fields, Women Leaders. 

 


Lipstick

Was ist weibliche Führung? Gibt es eine solche überhaupt? Theorien und Meinungen sind verschieden und verändern sich laufend. Lipstick Leaders ist eine Portrait- Serie von Frauen in Führungspositionen aus verschiedenen Bereichen, gemalt mit Kohle und Lippenstift auf Leinwand. 

Die Absicht des Projektes ist es, eine Rekapitulation menschlicher Vorurteile zu ermöglichen und nicht einen direkten Kampf gegen gesellschaftliche Engstirnigkeit zu führen. Ich glaube, je mehr wir uns als Gesellschaft erlauben, diese Vorurteile wahrzunehmen, desto freier werden wir, sie anzunehmen und dann loszulassen. 

What is Woman Leadership? Is there such a thing or is it just leadership in general? Theories and opinions on the matter are different and change rapidly. “Lipstick Leaders” will be a Portrait series of Women leaders from different fields drawn with charcoal and lipstick on Canvas.

The intention behind the project is less about defying prejudices but more about recapitulating human perceptions, I believe that the more we allow our self to look at the social preconceptions we have as society, the more free we are to embrace them and move on.

Methode/Method

Die Portrait- Serie wird in privater Sitzung mit der jeweiligen Frau mit Kohle auf Leinwand gemalt, und zu einem späteren Zeitpunkt werden die Lippen mit Lippenstift nachgezogen.

Das Nachmalen mit Lippenstift erzielt eine Provokation und erschafft somit einen Raum für Fragen. Ich male Führungspersönlichkeiten - warum sollte ich sie als weibliche Führungsperson definieren? Der Lippenstift soll meine und die allgemeine zeitgenössiche Haltung betreffend den Geschlechtrrollen untesruchen und unterstreichen. 

 

The portraits will be drawn with charcoal on canvas in private (face to face) sessions with the women and then later lipstick will be added to the drawn lips.         

Using lipstick is meant to provoke and raise questions. I’m painting leaders; why do I have to define them as woman leaders? The Lipstick comes to underline and examine how I and the contemporary environment looks at the gender roles in general.

 

Leadership?

Dies ist eines jener Projekte, in denen ich ins Unbekannte springe. Anstatt zu versuchen, die Dinge zu zeigen, wie ich sie mir vorstelle, probiere ich so gut wie möglich, die Dinge zu zeigen, wie sie sind, ohne meine eigene Meinung, Ängste, Empathie und natürlichen Vorurteile an meiner Arbeit haften zu lassen.  Wie die meisten meiner Projekte ist auch dieses ein absichtlicher Angriff auf meine eigene geistige Haltung. Abgesehen von ein paar starken und einflussreichen Lehrerinnen und meiner Grossmutter stand ich dem Thema „Weibliche Führung“ nie besonders bewusst gegenüber, bis zu meinem Dienst im israelischen Militär. Mein Auftrag dort war es, der Supervision, Unterstützung und dem Coaching von Führungskräften in verschiedenen Ausbildungsbasen nachzugehen. 

Die weiblichen Führungspersonen zeigten oft eine beindruckend hohe Einsatzbereitschaft und Zielorientierung, welche derjenigen ihrer männlichen Kameraden nicht nur ebenbürtig war, sondern sie oftmals übertraf. Die Kombination aus Strenge und Sanftheit war in ihrem Führungsstil eingewoben, was oft einen grossen Unterschied bewirkte und zu herausrag--enden Leistungen ihrer Teams führte. (Während meines Dienstes durfte ich mit ca. 120 Offizierinnen und Unteroffizierinnen zusammenarbeiten). 

Der Führungsstil, den ich wahrgenommen habe, entlarvte meine Voreingenommenheit über Führung im allgemeinen und war für mich ein persönlicher Wendepunkt, der mich schlussendlich zur Kunst führte.

This is one of these projects that dives into the unknown. Instead of trying to show the things I think, I’m trying as much as possible to demonstrate things as they are without attaching my opinions, fears, empathy and natural prejudices. As with most of my art projects, this is a deliberate attack at my own constitution. Except for some very strong and influential teachers and my grandmother, I wasn’t particularly conscious of Women-leadership till my service in the Israeli military. There I was asked to coach and supervise leadership teams in various training camps.

The Women leaders showed an impressively high level of dedication and goal orientation that not only matched the men, but in some instances surpassed them. Additionally, the women’s mixture of toughness and softness interwoven in their leadership styles made a big difference that proved crucial to the outstanding results of the teams. (During this time I worked with around 120 Women officers and NCOs during my service).

The style of leadership that I observed debunked my preconception about leadership in general and was for me a personal turning point that led me to my creative side and art.

 


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