Lipstick Leaders

DANIEL EISENHUT


Was bewegte Sie, dieses Projekt zu starten?                                                             

Wie so oft bei meinen Projekten, weiß ich es nicht mehr ganz genau. Die Idee hatte ich jedoch bereits seit längerer Zeit. Der Entschluss schliesslich ein Konzept zu schreiben, rührte daher, dass ich mich auf etwas positives fokussieren wollte. Denn meine zurückliegenden Projekte drehten sich um eher schwere bzw. schwermütig stimmende Themen.

Meine erste Begegnung mit "Weiblicher Führung" hat meine Leben so verändert, dass ich zu mir fand und meine künstlerische Ader wahrnehmen konnte, also war es für mich fast natürlich, dieses Thema zu wählen.

What moved you to doing the Lipstick Leader

As often in my projects I can’t point out an exact reason, I had the idea for a long time.

But the decision to sit down and write the concept,  was that after following relatively heavy topics in the past I wanted to focus on something positive.

My first encounter with “Feminine Leadership” changed my life to the extent that I found my path to Art, for me it’s kind of a natural topic to follow.

Was ist ihre Intention hinter diesem Projekt?                                                                                            

Die Absicht hinter derartigen Projekten verändert sich im Laufe des Projekts, aber egal wie ich es drehe und wende, meine Hauptintention, wie in den vergangenen Projekten, bleibt bestehen; Menschen zu malen.

What is your intention behind the project?

The intention behind such projects changes often as the project evolves. Coming to think about it, it doesn’t matter how much I turn it, in the end of the day like in my past projects the main intention of the Lipstick Leaders is Painting People. 

Kennen Sie Frauen in Führungspositionen?     

Ja, viele.

Do you know any women in leadership position?

Yes, many.

Haben Sie den Eindruck, dass wir Frauen immer noch stark diskriminiert werden?                                   

Ich denke, dass es bereits ausreicht, auch nur „schwach“ diskriminiert zu sein, um auf die Barrikaden zu gehen.  Wenn man die Situation mit derjenigen vor 20- 30 Jahren vergleicht, gibt es natürlich massive Vortschritte, aber warum sollte man sich damit zufriedengeben?  

Do you think that, us women are still strongly discriminated against?

As I see it, discrimination even in “small” amounts is a reason enough to go on the barricades. Should you compare the situation from 20 or 30 years ago, there are definitely changes for the good but why should we stop here?

 

 

Wie sind die Rückmeldungen zum Projekt?                                                              Vor allem positiv, es gibt natürlich immer Kritik, aber sie hält sich in Grenzen. Für mich sind gerade die Themen und Diskussionen interessant, die das Projekt auslöst.

 What are the reactions to the project?

Most reactions are very positive, there are always some critics which is a healthy thing. What I find interesting are the discussions and topics that the project brings up.

Woher haben Sie den Lippenstift? 

Von meiner Freundin.

 Where did you get the lipstick from?

From my girlfriend.

Wieso malen Sie uns so Ernst ?             

Es gibt ein paar Gründe, die da zusammen kommen. Zu einem ist es mein Malstil, ich suche nicht nach  „Emotionen“ oder „Schönheitsidealen“. Ich versuche, die Menschen so zu malen, wie sie in dem Moment eben sind.

Wenn man Model sitzt während 20- 30 Minuten kann man nicht ständig lachen oder ähnliches tun, man ist eben in sich gekehrt.

Als ich eines der ersten Portraits gemacht habe, durfte ich dieses ausführlich mit der Dame besprechen, da es mich auch irritiert hat. Wir sind dann aber zu der gleichen Folgerung gelangt; warum sollte es anders sein? 

Männer- Portraits der Vergangenheit sahen nicht viel anders aus.

Was für andere Frauen haben Sie für das Projekt schon gemalt?                                 

Why are you painting us so earnest ?

There are a couple of reasons for this effect, mostly its because of my painting style, I’m never looking for emotions or something of peculiar interest, instead I’m focusing on the now and trying to capture the people as they are.

This is added to the fact that, no one that I know can sit still for 20-30 minutes and smile or pose an emotion. We become introverted and this is usually reflected in seriousness.

After doing the first portrait, I was able to discuss this with the Lady-Leader because it irritated me too. But we both got very quickly to the conclusion: why should it be any different?

Portraits of Men-Leaders in the past didn’t look much different.

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